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Gestaltungswettbewerb Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal mit international renommierten Teilnehmenden


Begonnen wurde das Projekt mit einem Aufruf an die Zivilgesellschaft, gemeinsam mit Sinti-Organisationen aus Niedersachsen, dem Landesverband der jüdischen Gemeinden und dem Zentralrat der deutschen Sinti und Roma. Zu den Erstunterzeichnenden gehörten neben dem Oberbürgermeister und Regionspräsidenten alle demokratischen Parteien im Bundestag, Landtag, Regionsversammlung und Stadtrat, Ministerpräsident Olaf Lies hat die Schirmherrschaft übernommen.
„Wir haben lange dafür gekämpft und freuen uns über die breite Zustimmung. Ganz besonders danken wir Michael Fürst, der von Anfang an unsere Idee unterstützt hat und sich für den Standort ausgesprochen hat“, betonte Regardo Rose, Initiator des Projekts und Sinto aus Hannover. Auch Michael Fürst begrüßte den wichtigen Schritt zur Realisierung des Mahnmals. „Es hat 80 Jahre gedauert, bis auch für die Sinti in Niedersachsen ein Ort der Erinnerung entsteht. Der Platz ist wie kein anderer geeignet, denn es entsteht eine Achse zwischen beiden Mahnmalen. Für Juden wie Sinti galt: weder die einen noch die anderen konnten sich vor dem Völkermord schützen.“ Jetzt sei die Zivilgesellschaft gefordert, um diesen einzigartigen Erinnerungsort zu realisieren, so Michael Fürst.

In einem Grußwort des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma würdigten der Vorsitzende Romani Rose und sein Stellvertreter Oswald Marschall, dass Landeshauptstadt und Region das Vorhaben unterstützten und sich so offen mit der Geschichte auseinandersetzten. Das Mahnmal sei

nicht nur ein Zeichen der Erinnerung, sondern auch ein Zeichen, Verantwortung sichtbar anzunehmen. Das Projekt habe Bedeutung weit über Hannover hinaus und könne auch in anderen Städten zeigen, dass die Erinnerung an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma einen festen Platz im öffentlichen Raum haben müsse.
Welche Ideen und Antworten die eingeladenen Künstler*innen auf diese besondere Herausforderung gefunden haben, soll in einer Ausstellung Anfang November zusammen mit dem siegreichen Wettbewerbsbeitrag der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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