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Internationaler Gestaltungswettbewerb abgeschlossen – Entscheidung über besten Mahnmal-Entwurf steht bevor

25. Oktober 2026

Nach gut 6 Monaten ist der internationale Gestaltungswettbewerb für das Holocaust-Mahnmal jetzt abgeschlossen. Fünf Künstlerinnen und Künstler aus mehreren europäischen Ländern waren eingeladen, ihr Konzept für die Gestaltung des Mahnmals zum Gedenken an die Opfer des Holocaust an den Sinti und Roma aus Hannover und Niedersachsen zu erarbeiten.
ErinnerungsortDie besondere Herausforderung dabei war, den sichtbaren Bezug zum bereits bestehenden Mahnmal für die Opfer der Shoa aus Hannover in die Gestaltung des gesamten Erinnerungsortes im Herzen Hannovers einzubeziehen. Zum ersten Mal überhaupt stellt die optische Verbindung beider Mahnmale an einem Ort auch einen Zusammenhang zwischen beiden Völkermorden aus rassischen Gründen her.
Für die Errichtung des Mahnmals hatte es eine breite Unterstützung aller demokratischen Parteien vom Bundestag, Landtag, Stadtrat und der Regionsversammlung gegeben sowie der Kirchen, Gewerkschaften und vielen Institutionen und Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft.
Auch der Stadtrat der Landeshauptstadt befürwortete einstimmig die Errichtung des Mahnmals im Herzen Hannovers. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Olaf Lies und mit Unterstützung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Region Hannover, Stadt und Bezirksrat Mitte konnte der internationale Wettbewerb durchgeführt werden. In wenigen Tagen wird eine international besetzte Jury den besten Entwurf auswählen. Damit wird ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Erinnerungsort erreicht, der mit seiner Fertigstellung weit über Hannover und Niedersachsen hinaus Bedeutung erlangen wird.
Zugleich geht auch der Aufruf an die Stadtgesellschaft, an Bürgerinnen und Bürger, an Unternehmen und Institutionen, sich für die Realisierung des Projekts zu engagieren und damit ein Zeichen zu setzen gegen Diskriminierung und Intoleranz und für Respekt und die Achtung der Würde aller Menschen.
Spendenkontonummer DE50 2519 0001 0430 7011 01

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2. August: Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

30. Juli 2026

Erinnerung an den Völkermord an bis zu einer Million ermordeter Sinti und Roma im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten am 2. August.
Die Liquidierung des „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau am 2. August 1944 markiert eines der letzten Kapitel in dem Holocaust an den Sinti und Roma. Ein Tag der Trauer und der Erinnerung für die Überlebenden, ein Tag der Mahnung an die europäische Gesellschaft, nie wieder Rassismus und Hass gegenüber Minderheiten treten zu lassen an die Stelle von Toleranz und der Achtung der Würde aller Menschen.
Die offizielle Gedenkveranstaltung am Sonntag, 2. August 2026, um 12 Uhr in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – und zwar in jenem Lagerabschnitt, in dem Sinti und Roma aus dem NS-besetzten Europa unter menschenverachtenden Verhältnissen zusammengepfercht worden waren.
VernissageNeuNeben Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma aus vielen Ländern, Repräsentanten des polnischen Staates, der Kirchen und anderer internationaler Institutionen und Organisationen sind auch die Botschafter verschiedener Länder und weitere diplomatische Vertreter anwesend.
Die Gedenkveranstaltung wird live über die Website https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/ gestreamt. Das Video wird dort anschließend dauerhaft mit einem breiten Informationsangebot (DE/EN/PL/Romanes) zum Holocaust an der Minderheit verfügbar sein.

Grußwort Oswald Marschall

18. Mai 2026

Zur Vorstellung des Gestaltungswettbewerbs am 19. Mai 2026 sendete der Zentralrat der deutschen Sinti und Roma und der stellvertretende  Vorsitzende des Dokumentaions- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Oswald Marschall das folgende Grußwort: 

Meine Damen und Herren,

leider kann ich heute trotz der Einladung nicht persönlich an dieser Pressekonferenz teilnehmen.
Dennoch ist es mir wichtig, einige Worte zu diesem bedeutenden Vorhaben zu sagen.
Die Errichtung eines Mahnmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma ist längst überfällig.
Über viele Jahrzehnte blieb das Leid unserer Menschen am Rand der öffentlichen Erinnerung.
Umso wichtiger ist es, dass nun auch in Hannover ein sichtbares Zeichen des Gedenkens und der historischen Verantwortung entstehen soll.
Mein besonderer Dank gilt dabei Regardo Rose, von dem die Initiative für dieses Mahnmal ausgegangen ist.
Er hat dieses Anliegen mit Beharrlichkeit, Würde und großem persönlichem Einsatz vorangebracht.

Weiterlesen: Grußwort Oswald Marschall

Gestaltungswettbewerb Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal gestartet

16. Mai 2026

Zum Gestaltungswettbewerb für das Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal wurden jetzt fünf  Künstler*innen aus europäischen Nachbarländern eingeladen. Sie sind aufgefordert, bis Ende Oktober einen Entwurf für einen einzigartigen Erinnerungsort im Herzen von Hannover einzureichen. Ihre Aufgabe: Gestaltung des zentralen Gedenkortes auf dem Opernplatz und Rathenauplatz. Mit zwei Mahnmalen soll erstmalks eine sichtbare Verbindung zwischen zwei Völkermorden entstehen: dem Holocaust an der jüdischen Bevölkerung Hannovers und dem Holocaust an den Sinti und Roma aus Hannover und Niedersachsen.Foto 043 lg
Ausgewählt wurden renommierte Künstlerinnen, die bereits erfolgreich auf großen internationalen Ausstellungen vertreten waren, eine besondere Beziehung zur Kultur der Sinti und Roma haben und bereits Mahnmale gestaltet haben. „Das Mahnmal des Italieners Pistoletto hat eine internationale und herausragende Stellung, deshalb ist die Gestaltung des neuen Mahnmals eine Herausforderung, die dem entsprechen soll,“ erläutert Michael Buckup, Vorsitzender des Fördervereins. Als Förderverein in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt, der Region Hannover und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur sei es möglich, gezielt und in einem geschlossenen Verfahren Künstlerinnen einzuladen, das verkürze die Dauer des Wettbewerbs erheblich, so der Vorsitzende.

Weiterlesen: Gestaltungswettbewerb Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal gestartet
© Förderverein Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal Hannover e.V. 2026
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