Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers unterstützt die Errichtung eines Mahnmals in Hannover zum Gedenken an die Sinti und Roma, die dem Völkermord durch die NS-Diktatur zum Opfer fielen. Neben einer eigenen Zuwendung von 10.000 Euro wird die Landeskirche ihre Mitglieder bitten, sich mit Spenden direkt an den „Förderverein Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal Hannover e.V.“ am Zustandekommen des Gedenkortes zu beteiligen.
Nach gut 6 Monaten ist der internationale Gestaltungswettbewerb für das Holocaust-Mahnmal jetzt abgeschlossen. Fünf Künstlerinnen und Künstler aus mehreren europäischen Ländern waren eingeladen, ihr Konzept für die Gestaltung des Mahnmals zum Gedenken an die Opfer des Holocaust an den Sinti und Roma aus Hannover und Niedersachsen zu erarbeiten.
Die besondere Herausforderung dabei war, den sichtbaren Bezug zum bereits bestehenden Mahnmal für die Opfer der Shoa aus Hannover in die Gestaltung des gesamten Erinnerungsortes im Herzen Hannovers einzubeziehen. Zum ersten Mal überhaupt stellt die optische Verbindung beider Mahnmale an einem Ort auch einen Zusammenhang zwischen beiden Völkermorden aus rassischen Gründen her.
Für die Errichtung des Mahnmals hatte es eine breite Unterstützung aller demokratischen Parteien vom Bundestag, Landtag, Stadtrat und der Regionsversammlung gegeben sowie der Kirchen, Gewerkschaften und vielen Institutionen und Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft.
Auch der Stadtrat der Landeshauptstadt befürwortete einstimmig die Errichtung des Mahnmals im Herzen Hannovers. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Olaf Lies und mit Unterstützung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Region Hannover, Stadt und Bezirksrat Mitte konnte der internationale Wettbewerb durchgeführt werden. In wenigen Tagen wird eine international besetzte Jury den besten Entwurf auswählen. Damit wird ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Erinnerungsort erreicht, der mit seiner Fertigstellung weit über Hannover und Niedersachsen hinaus Bedeutung erlangen wird.
Zugleich geht auch der Aufruf an die Stadtgesellschaft, an Bürgerinnen und Bürger, an Unternehmen und Institutionen, sich für die Realisierung des Projekts zu engagieren und damit ein Zeichen zu setzen gegen Diskriminierung und Intoleranz und für Respekt und die Achtung der Würde aller Menschen.
Spendenkontonummer DE50 2519 0001 0430 7011 01