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Ein Mahnmal für Hannover

Die Initiative für das Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal

admin Ein Mahnmal für Hannover 22. Juli 2026

Es ist an der Zeit, dass dieser Völkermord mitten in Hannover sichtbar wird! Mit dieser Forderung gab Regardo Rose den Anstoß für das Vorhaben, ein Mahnmal gegen das Vergessen im Herzen Hannovers zu errichten. Geboren in Hannover vor 71 Jahren ist bei ihm wie bei der Überlebendengeneration der deutschen Sinti und Roma das Schicksal seiner Eltern, Großeltern und Verwandten allgegenwärtig. Während seine Eltern mehrere Vernichtungslager überlebten, war für viele Verwandte der Bahnhof Linden-Fischerhof der Weg in den Holocaust.

Gedenken an die Deportation und Ermordung der deutschen Sinti und Roma aus Hannover und Niedersachsen während der NS-Diktatur? Das geschah bisher eher im Verborgenen, wie auch die Erinnerung an diesen Völkermord in der Bundesrepublik lange Zeit verdrängt wurde. So liegen die Gedenkorte in Hannover abseits der Innenstadt oder es weisen Tafeln etwa am Polizeipräsidium Hannover oder am Aufgang zu S-Bahnhof Linden-Fischerhof auf dieses dunkle Kapitel der Stadtgeschichte hin. Dieses Kapitel ist bis heute kein bedeutender Teil der Erinnerungskultur der Stadt, aber ebenso wenig der Niedersachsens. Nicht von ungefähr sieht sich diese nationale Minderheit weiterhin tiefsitzenden Vorurteilen gegenüber, die sich in vielfältigen Formen der offenen und versteckten Diskriminierung äußern. Desto wichtiger ist gerade heute ein unübersehbarer Anstoß gegen das Verdrängen und Vergessen. Deshalb soll der Völkermord an den deutschen Sinti und Roma während der NS-Diktatur nun endlich auch im Stadtzentrum sichtbar werden. Das ist ein Ziel der Initiative für das Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal Hannover. Darüber hinaus soll das Mahnmal auch zum zentralen Gedenkort für die niedersächsische Überlebendengeneration werden. Für viele ihrer Eltern, Großeltern und Verwandten führte der Weg in die Vernichtung über Hannover, in jeder Familie lebt die Erinnerung an diesen Weg in die Hölle der KZ.

Da Sinti und Roma nach den Vorstellungen der Nationalsozialisten das gleiche Schicksal teilen sollten wie die jüdische Bevölkerung, nämlich die vollständige Ermordung, vereint die Initiative Verbände der deutschen Sinti und Roma wie der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen. Sie lädt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Gewerkschaften, Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft ein, sich zusammen für die Errichtung des Mahnmals in Herzen der Landeshauptstadt zu engagieren. Mit dem Aufruf zur Unterstützung des Mahnmal-Projekts wurden Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner angesprochen:

Ein Mahnmal für Hannover

admin Ein Mahnmal für Hannover 22. Juli 2026

Die Initiative für das Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal lädt alle Bürgerinnen und Bürger und Organisationen in und um Hannover ein, das Projekt auch als ihr Anliegen zu betrachten und sich zu engagieren. Für die deutschen Sinti und Roma in Hannover und Niedersachsen ist das Mahnmal ein zentraler Ort der Erinnerung, für die Zivilgesellschaft ist ein Signal, dieses Kapitel der deutschen Geschichte nicht zu verdrängen und sich gegen jede Diskriminierung heute zu stellen.
Mit dem Aufruf an Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner wird verdeutlicht, dass 


Der vorgesehene Standort für das neue Mahnmal wurde einvernehmlich mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden ausgewählt. Es soll in Sichtachse zum jüdischen Holocaust Mahnmal auf dem Opernplatz entstehen. Damit wird auch die Idee der Landeshauptstadt Hannover und der Region Hannover aufgegriffen, im Herzen der Stadt einen Ort des Gedenken zum Völkermord an die Juden wie Sinti und Roma aus Hannover und Niedersachsen zu schaffen. Der räumliche Bezug soll auch verdeutlichen, dass für beide deutsche Minderheiten von den Nationalsozialisten das gleiche Schicksal vorgesehen war: die vollständige Vernichtung.
Ziel wird ein Ort des Gedenken sein, der für die Überlebenden des Holocaust und die nachfolgende Generationen ein Symbol der Trauer und der Erinnerung darstellt und das in Hannover eine besondere Bedeutung bekommt. In vielen Lebenslinien der Opfer aus ganz Niedersachsen steht Hannover für die letzte Station vor der Deportation in die Vernichtung. Vom Bahnhof Linden-Fischerhof gingen die Transporte direkt in die Vernichtungslager im Osten.
Zugleich soll aber dieser Ort des Gedenkens im Herzen der Landeshauptstadt ein sichtbares Zeichen sein, sich mit diesem Kaptitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Viel zu lange wurde die geplante systematische Vernichtung von Menschen, die in der Ideologie der Nazis als minderwertig galten, auch nach dem Ende des 2.Weltkrieges weiter verdrängt und Vorurteile beibehalten. Die Mahnmale verdeutlichen, dass die Würde aller Menschen unteilbar ist und Respekt, Toleranz und Akzeptanz gerade heute eine besondere Bedeutung haben müssen.

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