Sommer im Kulturdreieck: Das New Weissemble bringt die Musik der Sinti und Roma auf den Opernplatz – geprägt von virtuoser Spielfreude, tief verwurzelter Tradition und einer bewegten Geschichte.
Die Musik der Sinti und Roma hat viele Spuren in Europa hinterlassen, vom Flamenco über Liszt und Debussy bis zum Jazz. Die Virtuosität der Musiker und die Emotionalität begeisterten über Jahrhunderte ihr Publikum, in vielen Sinti-Familien sorgten Musiker für den Lebensunterhalt.
Während sein Weltruhm den belgischen Sinto Django Reinhardt vor der Deportation durch die Nazis bewahrte, wurden viele deutsche Sinti-Musiker in den Konzentrationslagern ermordet. Auch im
sogenannten Zigeunerlager Auschwitz spielten sie zum letzten Mal zur Unterhaltung der Wachen.
Erinnerung, Tradition und Überlieferung haben dafür gesorgt, dass ihre virtuose Musik in vielen Familien lebendig blieb und von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird.
Mit dem New Weissemble (Sascha Weiss, Gitarre; Tschabo Franzen, Gitarre; Moreno Weiss, Kontrabass; Dalino Weiss, Piano und Albani Weiss, Gitarre) aus Hameln erklingt diese Musik an einem besonderen Ort: Dort soll künftig neben dem Mahnmal für die jüdischen Opfer der Shoa auch ein Mahnmal an den Völkermord an den Sinti und Roma erinnern.
Darüber hin aus gibt der Verein Einblicke in den aktuellen Stand des Projekts und die Erfahrungen einer jungen Sintezza mit Diskriminierung und die Bedeutung des Mahnmals für junge Sinti heute.
Dienstag. 1. September 2026 ab 18 Uhr auf dem Opernplatz Hannover
